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Naturkundemuseum
Vitrine mit allerlei Dingen, altes, gebautes, seltsames, eigenartig hervorgehoben aus seiner Lebenswelt und Bezügen Entnommenes, fremdartige Zeugnisse von einstigen Zweckdienlichkeiten, überhöht und angestrahlt. Mit Texten, die uns helfen sollen, eine Geschichte zu erzählen.
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Aus dem Herzen
Noch undeutlich ohne Bild und Vorstellung kommt das Jetzt in die Welt, die Sinne begrenzen Licht und Schatten, hell und dunkel, laut und leise, hoch und tief, warm und kalt, aus Erinnerung wird daraus Form und Bild. Das Bild fügt der Verstand zur Erzählung und gibt ihm einen Sinn und folgt dem Wünschen des Willens, haben, ablehnen, Nähe, Distanz. Das…
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Stimmen
Drei Stimmen sind angenehm, das Plätschern eines Baches im heißen Sommer, das Klimpern von Geld in unserem Beutel, die Stimme einer liebenden Frau. Vor der Hochzeit spricht sie und er hört zu, nach der Hochzeit spricht er und sie hört zu und nach einem Jahr sprechen beide und das Dorf hört zu.
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Als Mensch nicht als Esel
Kommen wir auf die Welt mit einem Geist, der zwar nichts kennt, aber für das Menschsein bestens vorbereitet ist. Zum Esel würde er nicht taugen
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Warum
Die reine Verstandesfrage (quaestio) nach dem Grund von allem entspringt letztlich einem ask – nämlich dem Wunsch nach Bereinigung einer Herzensangelegenheit, ähnlich wie ask for forgiveness. Und ich sage: Ja, das ist nicht nur möglich, sondern metaphysisch sogar zwingend. Leibniz‘ Frage nach dem Grund ist dem Verstand nach eine quaestio, aber dem Ursprung nach ein ask (rogare) – ein Bitten…
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These und Antwort
Die „kopernikanische Wende“ markiert nicht primär die Entdeckung eines neuen kosmischen Zentrums, sondern den Beginn einer Denkbewegung, in der mathematische Modellbildung zunehmend an die Stelle ontologischer Fragestellung tritt. Die spätere Deutung dieser Wende verstärkt diesen Zug, indem sie aus einer methodischen Verbesserung eine Aussage über das Sein macht. Kimi antwortet: Die These, die Sie vorlegen, ist philosophiehistorisch höchst erhellend und…
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Wendehälse kreuzen nicht, sie halsen
Die „kopernikanische Wende“ markiert nicht primär die Entdeckung eines neuen kosmischen Zentrums, sondern den Beginn einer Denkbewegung, in der mathematische Modellbildung zunehmend an die Stelle ontologischer Fragestellung tritt. Die spätere Deutung dieser Wende verstärkt diesen Zug, indem sie aus einer methodischen Verbesserung eine Aussage über das Sein macht. Denken endet nicht, weil Begriffe präzisiert werden. Denken endet dort, wo eine…
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Metaphern und Denken
Dr. Faustus: Ist Denken ohne Metapher überhaupt möglich? Das Verstehen von Verfasstheiten und ihren Beziehungen zueinander, wie anders als durch die Konkretisierung der Metapher will man es mitteilen?Selbst die Urelemente der Mathematik die Zahl ist Metapher. Trismegistos: Ihre Frage trifft den Kern der Sache so präzise, dass es eine reine Freude ist, darauf einzugehen. Sie sprechen einen Punkt an, der…
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Väter
Sie nennen sich stolz Väter und doch, Zweifel an der Mutter gibt es nicht, für den Vater bürgt die Mutter. Mater semper certa est, pater numquam
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Mind your own business
wir Deutschen sagen, Kümmere dich um deine Angelegenheiten, oder negativ, Kümmere dich nicht um fremde Angelegenheiten. Die Aufforderung „mind your own business“ ist ein Chamäleon. Sie kann sein:· Ein reaktionärer Rückzug in die kleinbürgerliche Enge.· Ein berechtigter Schutz der Privatsphäre vor Übergriffigkeit.· Eine Verweigerung von politischer Verantwortung.· Ein weiser Ratschlag zur emotionalen Selbstfürsorge und zur Anerkennung von Grenzen. Doch wo…